Ein sehenswerter Film zum derzeitigen Umgang mit Lebensmitteln


Die französische Nationalversammlung hat im Mai einstimmig entschieden, dass nicht verkaufte Lebensmittel großer Supermärkte nicht mehr weggeworfen werden dürfen. Statt im Müll zu landen sollen diese von nun an entweder als Spende, Tierfutter oder als Kompost in der Landwirtschaft dienen, mit dem Ziel die jährliche Lebensmittelverschwendung in Zukunft deutlich einzuschränken.

Auch der mit sieben Preisen ausgezeichnete Dokumentarfilm „Just Eat It – A Food Waste Story“ beschäftigt sich mit diesem zentralen Thema der Lebensmittelverschwendung. Die beiden Filmproduzenten Grant Baldwin und Jen Rustemeyer haben es sich in dem Film zum Vorsatz gemacht sich nur noch von Lebensmitteln zu ernähren, die  für den Handel unbrauchbar sind. Denn obwohl Ernährung für jeden eine große Rolle spielt, wird knapp die Hälfte aller produzierter Lebensmittel weggeworfen.

Wieso sieht das Obst und Gemüse im Supermarkt prinzipiell gleich aus? Weshalb sieht man beim Einkaufen nie misswachsene Früchte? Was  genau geschieht im Anschluss mit den aussortierten Lebensmitteln? Diesen und anderen Fragen geht der 74 minütige Dokumentarfilm nach und beleuchtet dabei sehr kritisch die landwirtschaftliche Ausmusterung misswachsener Produkte. Denn ein Großteil der Lebensmittel wird aus ästhetischen Gründen nach der Ernte entsorgt, obwohl diese genießbar sind.

Um diesem Phänomen entgegenzuwirken gibt es schon viele Aktionen. Die französische Supermarktkette  „Intermarché“ beispielsweise verkauft krumm gewachsene Lebensmittel zu einem Preisnachlass von 30 Prozent und setzt sie durch gezielte Werbemaßnahmen in Szene. Auch in Deutschland gab es 2013 ähnliche  Kampagnen von REWE und EDEKA.

Auch der WWF fordert aktuell ein Ende der Lebensmittelverschwendung. In einer großen Studie werden die Ausmaße deutlich: http://www.wwf.de/?id=12187

Ein Blick hinter die Kulissen der Nahrungsmittelproduktion ist in jedem Fall lohnenswert – sehen Sie hier den Trailer von „Just Eat It – A Food Waste Story“!

Bild © http://www.foodwastemovie.com

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